Sportfachverband des BLSV
Floorball Verband Bayern e.V.

Süddeutsche Regionalligameisterschaft: Titelverteidigung für die VfL Red Hocks Kaufering 2

München – Den Red Hocks Kaufering 2 ist die Titelverteidigung geglückt: Bei der süddeutschen Meisterschaft der jeweils zwei besten bayerischen und baden-württembergischen Regionalligateams setzten sich die Lechfloorballer im Halbfinale mit 4:2 gegen die TSV Calw Lions durch, um tags darauf auch die Neuauflage des letztjährigen Endspiels gegen die PTSV United Lakers Konstanz mit 6:4 für sich zu entscheiden. Gastgeber FBC München 2, der am Samstag mit 3:4 den Kürzeren gegen das Team vom Bodensee gezogen hatte, machte mit einem 9:3 gegen Calw Bronze klar.

„Wir gratulieren den Red Hocks Kaufering zum Gewinn der Süddeutschen Meisterschaft und danken dem FBC München für die Ausrichtung dieses gelungenen Turniers“, fasst das Konstanzer Spielertrainerduo Janik Loosli und Felix Kinder das Wochenende in der bayerischen Landeshauptstadt zusammen. Auch mit der eigenen Leistung könne man zufrieden sein. „Ein verdienter Sieg“, erkennt auch Lukas Cordes, Kapitän des Gastgebers, den Erfolg des neuen und alten Titelträgers an. Bronze sei für seinen FBC indes ein versöhnlicher Saisonabschluss. Zumindest einmal gewinnen wollten ihrerseits die Lions aus Calw; zwar habe das nicht geklappt, dennoch dürfe sein Team stolz auf sich sein, findet Spielertrainer Marcel Volz. Stolz sei auch er auf seine Mannschaft, sagt Kauferings Lukas Trieb: Nach einem schwierigen Saisonstart sei es den Red Hocks gelungen, rechtzeitig zu ihrer Bestform zurückzufinden – die Titelverteidigung sei die Bestätigung dafür.

Halbfinale 1: PTSV United Lakers Konstanz vs. FBC München 2 (4:3)

Wohl keine Mannschaft im Süden ist so abgeklärt darin, dem Gegner das eigene Spiel aufzudrücken wie die United Lakers. „Wir hatten Schwierigkeiten gegen ihre starke Verteidigung“, räumt FBC-Kapitän Cordes ein. Bis ins letzte Drittel brauchten die Münchener, um sich auf 3:3 heranzukämpfen, da nutzte Konstanz‘ Christian Gabele 79 Sekunden vor Schluss einen Konter zur Entscheidung. Eine stabile Defensive, gepaart mit hoher Effizienz vor dem gegnerischen Tor – genau so habe man es sich vorgenommen, bestätigen die Spielertrainer vom Bodensee.

Schon der Beginn lief nach dem Geschmack der United Lakers. Noch keine fünf Minuten waren gespielt, da lagen sie dank eines Eigentors (4.) sowie eines Treffers durch Jonas Pärssinen (5.) schon 2:0 vorne. Ruiming Wang (8.) verkürzte zwar rasch, doch bissen sie die Gastgeber über weite Strecken die Zähne aus, während Konstanz weiter auf Nadelstiche setzte. München sei taktisch und spielerisch überlegen gewesen, schildern Loosli und Kinder, doch habe man von Beginn an einen guten Zugriff gefunden und mit Einstellung und Geschlossenheit dagegen gehalten.

So auch im zweiten Drittel, das durch Kinders Treffer erneut wunschgemäß für die United Lakers startete (22.). Roman Daugavet (23.) war es zu verdanken, dass der FBC den Anschluss hielt.

Im Schlussdurchgang half dann ein Powerplay den Münchenern dabei, doch noch den Ausgleich zu erzielen. Die Konteranfälligkeit aber blieb – und wurde den Hausherren noch spät zum Verhängnis. „Teamgeist, Wille und Einsatzbereitschaft haben uns ins Endspiel gebracht“, freuen sich Loosli und Kinder.

Halbfinale 2: VfL Red Hocks Kauferings vs. TSV Calw Lions (4:2)

Die Offensive des bayerischen Meisters in den letzten 35 Minuten einer Partie komplett torlos zu halten, das ist den Lions des TSV Calw gelungen. „Es war ein packender Kampf, wir spielten mit vollem Einsatz“, schildert ihr Spielertrainer Marcel Volz. Doch ging das zulasten der eigenen Durchschlagskraft – zwei Treffer waren zu wenig. Chancen seien zwar zahlreich da gewesen, so Volz, doch „leider fehlte uns die nötige Effizienz“.

Das Kauferinger 4:1, das Tom Zöllner (9.), Elias Ostermair (17.), Lukas Wexenberger (20.) und Justus Wende (26.) herausgeschossen hatten, geriet so nicht mehr in allergrößte Gefahr. Lediglich Philipp Kügelchen, der zwischenzeitlich auch zum 1:1 ausgeglichen hatte (13.), traf noch zum 4:2-Endstand (29.).

„Wir haben uns erst einmal etwas herantasten müssen“, kommentiert Kauferings Verteidiger Jonas Rubenwolf. Nach dem Auftakttreffer sei es dann immer besser gelungen, mit den beiden fast perfekt aufeinander abgestimmten ersten Reihen zum eigenen Spiel zu finden. Dass es dennoch mit einem knappen Zwischenstand in die Schlussphase ging, habe freilich für einen heißen Endspurt gesorgt. Doch auch als Calw den Torwart zugunsten eines weiteren Angreifers vom Feld nahm, habe sich seine Mannschaft als gut eingespieltes Kollektiv erwiesen, so Rubenwolf: „Das war der Schlüssel zum Erfolg.“

Spiel um Bronze: FBC München 2 vs. TSV Calw Lions (9:3)

Finaleinzug verpasst, der Abstieg der ersten Mannschaft aus der 1.FBL besiegelt – für den FBC sei der Samstag ein schwieriger Tag gewesen, räumt Cordes ein. Umso mehr habe man es sich für die Partie gegen Calw zum Ziel gesetzt, sich zumindest noch süddeutsche Regionalligabronze zu sichern.

Verstärkt mit einigen bundesligaerfahrenen Talenten sei man wie schon gegen Konstanz schwer in Tritt gekommen, so Cordes. „Doch dann gelang es uns, unsere Chancen besser zu nutzen.“

Bis ins zweite Drittel hinein hatte der FBC zweimal vorgelegt, nämlich durch Imo Ziemendorf (7.) und Kai Finkenwirth (24.), doch Calw zog durch Kügelchen (7.) und Moritz Ulrich (25.) jeweils nahezu umgehend nach. So war es ein Doppelschlag, der die Münchener erstmals etwas davonziehen ließ: Zwölf Sekunden nach Roman Daugavets 3:2 (34.) legte Florian Riedl nach.

„Im letzten Drittel setzten wir uns schließlich klar ab“, fasst Cordes zusammen. Justus Lerchl (46.), Wang (47.), Daugavet (47.) und Finkenwirth (51.) schraubten den Spielstand hoch auf 8:2. Nachdem auch die Lions nochmal durch Volz trafen (52.), sorgte Ziemendorf für den Endstand (60.). Der Turnierverlauf sei intensiv gewesen, bilanziert Volz, schlussendlich seien die Kräfte geschwunden.

Finale: PTSV United Lakers Konstanz vs. VfL Red Hocks Kaufering 2

Was sich gegen München bewährt hat, kann gegen Kaufering nicht verkehrt sein – mit dieser Herangehensweise gegen einen Gegner, auf dessen Seite man erneut spielerische Vorteile wusste, sei man auch in die Partie gegen die Red Hocks gegangen, so die Konstanzer Spielertrainer. Im Kräftemessen zweier taktisch guter Regionalligamannschaften, das sich daraufhin entwickelte, verbuchten zunächst die Lechfloorballer erste Erfolgserlebnisse. Finn Weber (4.) legte früh per Schuss aus dem Halbfeld vor, Lukas Trieb (14.) baute den Vorsprung aus.

Im zweiten Drittel wäre die Führung aber beinahe ins Wanken geraten, nachdem Bastian Braun verkürzte (22.) und die Red Hocks sich auch noch einer Unterzahl zu erwehren hatten (29.). Doch die Formation hielt und Rubenwolf (38.) stellte den alten Abstand wieder her.

In den Anfangsminuten des Schlussdrittels sieht das Konstanzer Spielertrainerduo einen ersten Wendepunkt: Eine noch aus dem zweiten Drittel fortgeführte Überzahl nutzte Zöllner (41.) zugunsten der Red Hocks, 21 Sekunden später legte Dominik Fellner (42.) nach. Die Kauferinger ihrerseits überstanden eine weitere Strafe unbeschadet, dann aber wurde es doch noch äußerst knifflig. „Konstanz hat seine Auszeit genommen und ist aus dieser sehr stark zurückgekommen“, schildert Trieb.

Rund zwei Minuten später legte Christian Gabele mit dem 2:5 den Grundstein für die Schlussoffensive seiner United Lakers (56.). Nur 13 Sekunden später waren die Herausforderer vom Bodensee durch Jonas Pärssinen dran. „Wir haben Moral gezeigt“, loben die Spielertrainer Loosli und Kinder. Bitter, dass direkt danach eine Strafe gegen Kinder (56.) diese Druckphase abflauen ließ – „die war strittig“, finden die beiden Oberlakers.

Weil die Red Hocks diese Gelegenheit nicht nutzten, blieb die Spannung hoch. Erneut vollzählig traf Konstanz allerdings erst 16 Sekunden vor der Schlusssirene wieder durch Gabele. Mit einem Schuss ins leere Tore sorgte Trieb für Klarheit. „Konstanz hat das Spiel nochmal spannend gemacht, wir haben aber gut dagegen gehalten und uns den Titel gesichert“, freut sich der Schütze des 4:6-Endstands. „Das war ein brutal geiler Kampf und hinten raus nochmal richtig spannend“, so Kauferings Kapitän Marco Tobisch.

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